Aus der Arbeit des Gemeinderats

Nachdem die gewerblichen Nutzungen durch die Gärtnerei Bender und Majolika enden bzw. bereits beendet wurden, war zu überlegen, was mit den dadurch freigewordenen Flächen passieren soll. Unser Gemeinderat Holger Meid erläuterte in seiner Stellungnahme die Chancen, die sich hierdurch für die städtebauliche Weiterentwicklung für den Ortsteil Tairnbach ergeben.

Den Stellungnahmen der Fraktionen waren Erläuterungen durch das sehr erfahrene Büro Sternemann+Glup vorausgegangen. Daraus wurde bereits einleitend deutlich, dass die Änderung zur Art der baulichen Nutzung städtebaulich sinnvoll ist.

Holger Meid betonte, dass dies nicht nur städtebaulich sinnvoll, sondern gar notwendig ist. Seine weiteren Ausführungen dazu:

"Dem Gemeinderat eröffnet sich mit dieser Entscheidung die große Chance" zur innerörtlichen Verdichtung und Weiterentwicklung. Die Baunutzungsverordnung definiert die Art der baulichen Nutzung, welche sich im Bebauungsplan wiederspiegelt. Im konkreten Fall ist die Nutzung als Gewerbegebiet offensichtlich seit geraumer Zeit nicht mehr wirtschaftlich möglich, sodass auch die Gemeindeverwaltung im Rahmen ihrer Pflichtaufgaben, wie Bauleitplanung und Förderung des Wohnungsbaues, handeln muss.

Durch die Aufwertung der Art der baulichen Nutzung von Gewerbe nach Wohnen ergibt sich sowohl für die Eigentümer, als auch für die Gemeinde durch diese städtebauliche Entwicklungsmöglichkeit ein Mehrwert. Jedoch gerade aus diesem Aspekt können beide Beschlüsse, die Änderung zur Art der baulichen Nutzung in TOP 3 und die Veränderungssperre in TOP 4 nur gemeinsam betrachtet werden.

Die finanzielle Aufwertung der Grundstücke im Sinne der Eigentümer, muss durch die Veränderungssperre im Sinne der Gemeinde als partnerschaftliche Entwicklungschance gesehen werden. Aus der Entwicklung aller Kommunen wird deutlich, dass Bauland respektive Wohnraum benötigt wird – im konkreten Fall besteht die große Chance, dies sogar noch ohne Landschafts- und Flächenverbrauch realisieren zu können. Zudem schließen wir damit eine gewachsene Lücke. Eine sozial-ökologische "win-win" Situation, welcher die CDU-Fraktion einstimmig folgte.

Im Gemeindegebiet sind daher auch weitere innerörtlich gewachsene Gewerbenutzungen zu prüfen, damit auch hier dieser Schritt getan werden kann, denn auch in der Nutzung Mischgebiet, als auch allgemeines Wohnen, sind die der Versorgung des Gebietes dienende Läden und nicht störende Handwerksbetriebe zulässig."

Auch unser Ortsvorsteher Rüdiger Egenlauf freute sich über das Votum der CDU und des Gemeinderats. Er sah insbesondere neue Möglichkeiten für den Ortsteil, zumal auch in Tairnbach zahlreiche Anfragen nach Wohnraum bzw. auch nach Bauplätzen bestehen. Insbesondere mit Blick auf den beschlossenen Neubau der Tairnbacher Grundschule begrüsste Rüdiger Egenlauf die Erweiterung der Wohngebiete. Nicht verhehlen wollte er auch ein weinendes Auge, denn die zwei Traditionsbetriebe haben Tairnbach über Jahrzehnte hin geprägt und darüber hinaus auch Arbeitsmöglichkeiten geboten, die jetzt endgültig wegfallen.

Der Gemeinderat stimmte diesem Tagesordnungspunkt einhellig zu.

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