So lautet die Überschrift des aktuellen Volksbegehrens in Baden-Württemberg. Gefordert wird, dass der Anteil der Flächen, auf denen Pestizide genutzt werden, bis 2025 halbiert wird. In Schutzgebieten sollen Pestizide gänzlich verboten werden. Die ökologische Landwirtschaft soll zudem bis 2035 auf 50 Prozent ausgebaut werden.

Unsere hohe Lebensqualität in Baden-Württemberg gründet auf vielen Grundlagen. Keine davon ist so elementar wichtig wie die intakte Natur. Umwelt- und Naturschutz sind seit jeher ein besonderes Anliegen der CDU. Nicht zuletzt den weitsichtigen Entscheidungen der CDU-Fraktion im Mühlhäuser Gemeinderat ist es zu verdanken, dass 80 Prozent unserer Gemarkungsflächen bereits unter Naturschutz bzw. Landschaftsschutz stehen.

Die Artenvielfalt und die Ökosysteme bereichern unser Land. Sie schenken uns eine herrliche Natur und garantieren uns hochwertige Produkte unserer bäuerlichen Familienbetriebe, direkt vor unserer Haustür, direkt bei uns daheim.

Unsere Natur ist ein echter Schatz, der unseren aktiven Schutz braucht. Unsere Landwirte, Obstbauern,Winzer und Imker leisten hierzu einen sehr großen Beitrag.
Artenvielfalt und Landwirtschaft muss Hand in Hand gehen und unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich die Landwirtschaft weiterentwickelt. Wir wollen die wenigen noch verbliebenen landwirtschaftlichen Betriebe und insbesondere unsere heimischen Winzerbetriebe erhalten und nicht weiter in Richtung Agroindustrie gehen.

Die Kraichgauer Hügellandschaft bietet für eine Landbewirtschaftung auf Augenhöhe mit einer intakten Natur und Umwelt beste Voraussetzungen.

Würden die Forderungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ genauso umgesetzt werden, hätte das nicht nur große Auswirkungen auf unsere hiesige Landwirtschaft, sondern auch auf unsere wertvolle Kulturlandschaft, insbesondere rund um den traditionellen Weinbau auf dem Heiligenstein, dem Lichtengrund und an anderen ortsbildprägenden Stellen, wo unser Mühlhäuser Wein und die heimischen Lebensmittel gedeihen.
Der Einsatz von Pestiziden dient der Bekämpfung von Pflanzenschädlingen, denen auf andere Weise derzeit nicht beizukommen ist. Ein Verbot in dem Umfang, wie vom Volksbegehren gefordert, würde mit sich bringen, dass ein erträglicher Pflanzenschutz nicht mehr möglich wäre. Landwirte und Winzer wären über Kurz oder Lang gezwungen mangels Ertrags ihren Betrieb einzustellen.
Es wäre zu befürchten, dass landwirtschaftliche Flächen, die heute ökologisch ausgewogen, wirtschaftlich betrieben werden, zu Brachflächen verkommen.

„Rettet die Bienen“ muss deshalb bedeuten, bei Lebensmitteln noch mehr auf regionale Produkte zu setzen, die von örtlichen Landwirten und Winzern nachhaltig und im ökologischen Einklang produziert werden, und nicht auf die billigsten Importe aus Übersee, die tausende Kilometer im Flugzeug oder in gekühlten Containern um die halbe Welt gekarrt wurden.
Mit unserem Einkaufsverhalten haben wir Verbraucher jeden Tag die Möglichkeit, über ökologische Landwirtschaft, Naturschutz und damit auch über das Artensterben mitzuscheidenden.
Artenschutz und Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen ist jedenfalls keine Alternative. Dazu braucht es eine umsichtige und verantwortungsvolle Lösung, mit Maß und Mitte. Nur so wird es einen breiten gesellschaftlichen Konsens geben. Deshalb drängt unsere Landes-CDU auf das Zusammenwirken aller Akteure zur Erarbeitung eines ausgewogenen Konzeptes einer reichen Artenvielfalt für ein gutes, genussvolles Leben – miteinander und nicht gegeneinander.

Dafür steht auch die CDU Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach als verlässlicher Partner für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Natur- und Umweltschutz und unserer Tradition als ländlich geprägte Gemeinde mit Wein- und Landschaftsbau und der dazugehörenden Kulturlandschaft.

Peter Becker, Vorsitzender
für die CDU Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach

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