Aus dem Gemeinerat: Wie sich der Klimawandel auch bei uns auswirkt - Gefahrenvorsorge ist klassische Aufgabe der Kommunen.

Der Gemeinderat befasste sich in seiner letzten Sitzung auch mit dem Thema Unwetter und Vorsorge. Die Klimaveränderungen bringen mit sich, dass auch unsere Region künftig mit Extremwetterereignissen rechnen muss. Nachdem die Gemeinde gemeinsam mit den Verbänden seit Jahrzehnten, ausgehend von den letzten Überflutungen in den 70er Jahren, viel in den Hochwasserschutz investiert hat, gilt es nun, auch für zunehmende Starkregenereignisse Vorsorge zu betreiben.

Spätestens die Flutkatastrophe in der Gemeinde Braunbach, Kreis Schwäbisch Hall, am 30.05.2016 hat es deutlich gemacht und entsprechende Schlussfolgerungen nach sich gezogen.
Hans Becker führte für die CDU-Fraktion aus:
 
Da derartige Extremwettereignisse nicht mehr ausgeschlossen werden können, ist es Pflicht einer jeder Kommune, sich Gedanken zum Risikomanagement zu machen. Ausgehend von entsprechenden Ereignissen, die schon stattgefunden haben, gilt es denkbare Szenarien passend auf unsere konkrete Situation zu simulieren und notwendige Risikoanalysen zu entwickeln, die ihrerseits entsprechende Handlungskonzepte ergeben. Dies kann im Ergebnis kommunale Flächenvorsorgen oder auch bauliche Maßnahmen auslösen, und die Erarbeitung eines Krisenmanagements nebst Vorbereitung einer intensiven Informationsstrategie für den Schadensfall ergeben.“

Das Land Baden-Württemberg hat nach der Katastrophe von Braunsbach einen Leitfaden entwickelt, um den Kommunen Hilfestellungen für die Erarbeitung entsprechender Konzepte zu geben.

Die Gemeinde beauftragte im Schulterschluss mit benachbarten Gemeinden die Firma Geomer GmbH aus Heidelberg mit der Konzepterstellung. Mit der Vorlage eines Konzepts zum Starkregenrisikomanagement ist in 1 bis 1,5 Jahren zu rechnen. Wir begrüßen es, dass hier kommunenübergreifend Konzepte erarbeitet werden, insbesondere dass Kommunen, die im Rahmen der Abwasserbeseitigung ohnehin miteinander verbunden sind, gemeinsam nach Lösungen suchen. Eine mögliche Unwetterkatastrophe oder ein mögliches Starkregenereignis machen auch nicht an Gemeindegrenzen Halt.

Die Kosten für unsere Gemeinde halten sich dank der Kooperation mit anderen Kommunen und dank der starken Bezuschussung durch das Land (70%) in Grenzen, sodass dem Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung auch aus haushälterischer Sicht zugestimmt werden konnte.

Hans Becker

für die CDU-Gemeinderatsfraktion

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