Aus der Arbeit des Gemeinderats - Top 5 22.10.2020

Grundsätzlich ist das Fibernet und der damit resultierende Netzausbau in einer Welt der immer mehr zunehmenden Digitalisierung und der Bedarf an hohen Übertragungsgeschwindigkeiten sehr begrüßenswert.

Das Ziel ist, ein weiteres digitales Standbein in unserer Gemeinde zu der Deutschen Telekom und zu ehemals Primacom (jetzt Pyur) in der digitalen Infrastruktur zu schaffen.

Ich will den Fibernet-Ausbau in keiner Weise in Frage stellen, er hätte meines Erachtens sogar schon 5 Jahre früher kommen sollen, da die Konkurrenz bei der Optimierung ihrer Netze auch nachgelegt hat ( Telekom durch Ausbau der Glasfasernetze und der Vectoring-Brückentechnologie, der Pyur-Ausbau im Glasfasernetz und der Austausch der Anschlussweichen zur Erhöhung der bestehenden Geschwindigkeiten).

Weiterhin wurde ja der Ausbau des 5G-Handy-Netzes gestartet, wobei man hier noch nicht genau weiß, welche Auswirkungen dies auf die Kabelnetze hat und das eine oder andere Kabelnetz sogar in Frage stellen könnte.

Der Ausbau des Backbone- Netzes (der Ortsverbindungen) hat Erwartungen in der Bevölkerung geweckt, welche aber so schnell nicht umgesetzt werden können, wie dies von den Bürgern erwartet wird.

Erschrocken sind die Bürger, die im Rahmen der Backbone-Verlegung angeschrieben wurden, über die sehr hohen Anschluss-Gebühren.

Mit der notwendigen Anpassung der Hausverkabelung und eines evtl. neuen Routers belaufen sich die Gesamtkosten für den Nutzer auf ca. 1000 €.

Hier kann man nur hoffen, dass die erwartete kalkulierte Kundenakzeptanz erfolgt und die notwendige Re-Finanzierung des Fibernet-Netzes dann auch eintritt, zumindest bei den Kunden, welche direkt an den Backbone-Leitungen wohnen und deshalb wesentlich früher als andere Ortsbereiche an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden können.

Der Ausbau innerorts ist natürlich ein finanzieller Kraftakt der Gemeinden, welche sich allein für unsere drei Ortsteile auf über 8 Mio. € belaufen werden.

Allein schon aus finanziellen Gründen wird hier ein kurzfristiger Ausbau, noch erschwert durch die Corona-Pandemie, gar nicht möglich sein.

Ein Wort der Kritik möchte ich noch anbringen:

In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit und Ansprechbarkeit von Fibernet wäre eine zeitnahe Verbesserung sehr wünschenswert, um die Bevölkerung immer aktuell auf den Stand des Netzausbaus und dem Technikaufbau zu bringen und auch Ansprechpartner für entsprechende Beratungen anzubieten.

Ein kleines Beispiel sei hier angeführt: In Tairnbach in der Sternweilerstraße 29 entstehen direkt an der dort vorbeiführenden Backbone-Trasse durch einen Investor derzeit zwei neue 3-stöckige Gebäude mit 17 Wohneinheiten, welche in Kürze bezugsfertig sind.

Derzeit wird gerade die Gebäudezufahrt hergestellt.

Ich wurde von Mietinteressenten bei Gesprächen schon mehrfach bezüglich bestehenden Anschlussmöglichkeiten und Anbietern angefragt, wobei ich hier neben den bestehenden Anbietern auch Fibernet genannt habe. Ich bekam den Hinweis zurück, dass es sehr schwierig wäre, von Fibernet einen Ansprechpartner zu finden, um entsprechende Ausbau- und Anschlussinformationen zu erhalten.

Hier möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben, die notwendigen angesprochenen Informationen zu streuen und die Ziele von Fibernet (Durchführung von Projekten) zu erläutern, wobei sich hier sicher auch unsere Gemeinderundschau mit der möglichen Schaltung einer dauerhaften Anzeige anbieten würde.

Für den CDU-Gemeindeverband Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach,

Rüdiger Egenlauf

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