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01.09.2017, 09:44 Uhr
„Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren“
  MdB Andreas Jung, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag, bei der CDU Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach

Mühlhausen/Rettigheim – rka – „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“, dieses Motto hat sich die CDU für die kommende Bundestagswahl auf die Fahne geschrieben. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Nachhaltigkeit in den verschiedensten Bereichen. Experte hierfür ist der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung aus Konstanz, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag, Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe, Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Klimaschutz. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Stephan Harbarth und der CDU Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach stand Andreas Jung in der Dorfscheune Rettigheim den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Neu für die Zuhörer war gleich zu Beginn des Referats, dass der Begriff der „Nachhaltigkeit“ bereits vor über 300 Jahren im Bereich der Forstwirtschaft geprägt wurde. Doch in der heutigen Zeit, so Jung, müsse man diesen Begriff auf viele Bereiche ausweiten, auf soziale, wirtschaftliche und ökologische. Als wichtiges Beispiel im sozialen Bereich nannte der Abgeordnete die Entlastung der Familien und die Förderung der Kinder. „Die nächste Generation ist wichtiger als die nächste Wahl“, so seine Sichtweise. Deshalb müssten die Familien im Mittelpunkt stehen. Noch mehr als bisher müsse getan werden, um Eltern mit Kindern zu stärken: Durch Förderung, Betreuungsangebote und eine bessere Vereinbarkeit von Familie  und Beruf.

Die CDU werde das Kindergeld deutlich erhöhen und die Steuern für Familien mit Kindern senken. Mieten müssten bezahlbar und der Traum vieler Familien von den eigenen vier Wänden erfüllbar sein. Allerdings warnte Jung davor, die Gelder „mit der Gießkanne“ zu verteilen. Als Beispiel für die „wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ nannte Jung die „schwarze Null“. 1969 habe man im Bundestag den letzten, ausgeglichenen Haushalt verabschiedet, dank Finanzminister Wolfgang Schäuble habe man nun seit 2014 keine neuen Schulden mehr gemacht, denn „Schulden sind eine Sünde an der kommenden Generation“, so die Meinung von Andreas Jung. 

Zum anderen setze die CDU auch auf eine starke Wirtschaft, die für Wachstum, Wohlstand und sichere Beschäftigung sorgt. Seine Partei werde deshalb die Steuern für alle Arbeitnehmer senken und die Unternehmer entlasten, damit sie mehr investieren können, und zwar in neue zukunftssichere Arbeitsplätze. „Wir haben Vollbeschäftigung, und keiner spricht mehr darüber“, so Andreas Jung. Es sei an der Zeit, daran zu erinnern, welche guten Perspektiven junge Leute heute hätten – statt 30 Prozent Arbeitslosigkeit wie in vielen Ländern um Deutschland herum. Wer als Arbeitgeber und Arbeitnehmer Leistung bringt, müsse gestärkt und nicht belastet werden. Denn Steuererhöhungen seien „Gift für eine nachhaltige Entwicklung“. „Niemand darf wegen immer mehr Reglementierung die Freude an der Arbeit verlieren“, so die Forderung von Andreas Jung.

Im Bereich der „ökologischen Nachhaltigkeit“ fordert der Abgeordnete einen „Klimaschutz mit Effizienz und Innovation“ und eine „Energiewende mit Augenmaß“. Hier habe Deutschland als Wirtschaftsnation eine besondere Verantwortung. Das gelte insbesondere für die Industrie. Das Land müsse bei neuen Technologien führend sein, und beispielsweise die sparsamsten Autos bauen. Und er fügt hinzu: „ Wir müssen die Energiewende zum Erfolg machen“. Aufgabe des Staates sei es, die Weichen für die Zukunft zu stellen, den verbindlichen Rahmen zu setzen und hohe Anforderungen zu stellen. „Aber dann muss die Industrie bringen!“ so seine Forderung zur Aufgabenteilung.

Zu Beginn des Abends hatte der Vorsitzende der CDU Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach, Peter Becker, die zahlreichen Gäste begrüßt und für ihr Kommen gedankt. Anschließend stellte der CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Rhein-Neckar, Stephan Harbarth, seinen Kollegen Andreas Jung vom Bodensee vor und wies auf die Bedeutung der Bundestagswahl 2017 hin. Die Wahl falle in eine Zeit, in der jeder spürt: Die Welt ist von großer Unruhe und Unsicherheit erfasst. Trotzdem habe sich Deutschland sehr erfolgreich entwickelt, und auch in schwierigen Zeiten wolle man diesen Kurs mit Vernunft, Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit fortsetzen. Deshalb, so Harbarth sei es notwendig, dass die politische Verantwortung für Deutschland auch in den kommenden vier Jahren bei Angela Merkel und der CDU bleibt.