So schnell ändern sich die Zeiten und da dies doch eine Entwicklung mit großen finanziellen und unplanmäßigen Auswirkungen ist, möchte ich ein paar Ausführungen von Seiten Tairnbach dazu machen!
 


 

Es ist noch nicht lange her, da wurden in Tairnbach nur zwei Kinder eingeschult, die Einwohnerzahlen waren rückläufig und man munkelte den immer wieder zu hörenden Slogan "Kurze Beine-kurze Wege" eher über eine Schließung der Grundschule als denn von einer notwendigen Erweiterung, da auf Dauer die notwendigen Mindestzahlen von 40 Schülern nicht mehr erreicht wurden.
Dadurch waren vielleicht auch die getätigten Instandhaltungs-Maßnahmen an dem 120 Jahre alten Gebäude eher verhalten und auf Sparflamme, denn wer gibt schon gerne Geld für was aus, das evtl. in seinem Bestandteil gefährdet ist.
So wurde in den letzten Jahren nur das äußerst Notwendige instandgesetzt und der Investitionsstau wurde immer größer.
Nachdem die Einwohnerzahlen und dadurch auch die Kinderzahlen in den letzten 5 Jahren stetig gestiegen sind, wurden punktuell Fußbodenerneuerungen durchgeführt. Die notwendigen Fluchtwege wurden umgesetzt und die Fenster wurden in den letzten zwei Jahren ausgetauscht.
Dennoch ist der Instandsetzungsstau groß, wie dem GR/OR bei einer Begehung in der Grundschule von Rektorin Frau Busch und Frau Hofstetter eindrucksvoll gezeigt wurde und wie uns Frau Busch auch heute wieder ausführte.
Herzlichen Dank an Frau Busch und das Grundschulteam für diese aufschlussreiche Ausarbeitung und Präsentation in der Grundschule vor Ort.
Parallel zur maroden Bausubstanz wurde durch die sehr starke Zunahme der Kinderzahlen in Tairnbach und auch durch Veränderungen im Bildungsplan der Platzbedarf immer größer.
Ähnliche Parallelitäten beim Platzbedarf haben wir auch im Kindergartenbereich in Tairnbach erlebt, was sich nun mit einem Zeitversatz in der Grundschule fortsetzt.
Dort gab es auch eine Zeit, als die Kinderzahlen immer mehr zurückgingen und sogar eine Regelgruppe geschlossen wurde.
Um kein Personal abbauen zu müssen hat man damals eine Regelgruppe geschlossen und den Einstieg in eine Krippengruppe vollzogen.
Die Kinderzahlen stiegen und stiegen und aus Platzgründen plante man die Aufstellung von Containern im Kindergartenhof, was ja durch die Einrichtung der Kinderkrippe in den ehemaligen Räumlichkeiten der Volksbankfiliale Gott sei Dank
nicht zum Tragen kam.
Heute haben wir dort zwei Regelgruppen und eine Krippengruppe und bei beiden haben wir Wartelisten.
Die Zusammenarbeit und die Kooperation von Kindergarten und Grundschule ist sehr gut, was unter anderem auch auf die örtliche Nähe zurückzuführen ist.
Wie sieht die Zukunft aus?
Tairnbach hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven Wohnort gewandelt mit einer weitestgehend intakten Infrastruktur wie schnelles Internet, sehr gute Handy-Versorgung, Dorflädl, eine intakte Natur (siehe Hohlwege), ein reges Vereinsleben, gutes ÖPNV und demnächst sogar seniorengerechtes Wohnen.
Dadurch bleiben die Kinderzahlen in den nächsten Jahren konstant auf einem hohen Niveau.
Dies alles zeigt uns aber auch für die Zukunft die Bestandsnotwendigkeit der Grundschule und dadurch auch die Notwendigkeit, dort dringend tätig zu werden.
Der OR hat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, baldmöglichst den Platzbedarf in diesem Jahr durch die Aufstellung von Modulen zu erweitern.
Da die Auslagerung von zwei Klassenzimmern doch für eine längere Zeit besteht, sollte geprüft werden, ob die Modulanlage nicht noch durch ein WC-Modul erweitert werden könnte, damit Lehrer und Kinder nicht bei Wind und Wetter zum Toilettengang in das Hauptgebäude laufen müssen.
Bei der Gesamtbetrachtung der Sachlage gibt es hierbei grundsätzlich zwei Dinge zu beachten und zu trennen:
Zum einen geht es um die kurzfristige Platzschaffung für den notwendigen Bedarf für das neue Schuljahr 2019/2020 durch die Aufstellung einer Modul-Anlage für 2 Klassenzimmer und die Kernzeitbetreuung.
Zum anderen geht es um einen zeitnahen planerischen Einstieg in die notwendige Sanierung/Erweiterung des Schulgebäudes, wie dies in der GR-Vorlage ausgeführt ist.
Hierbei sollte als Grundlage zuerst der gesamte Raumbedarf ermittelt und bei Bedarf nicht nur eine Gebäudesanierung/Erweiterung, sondern sogar auch zur Kostengegenüberstellung ein Neubau in Betracht gezogen werden, wobei hier noch keinerlei Überlegungen über einen möglichen Standort getätigt wurden.

Rüdiger Egenlauf für die CDU-Fraktion

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