CDU Gemeindeverband Mühlhausen - Rettigheim - Tairnbach
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Neuigkeiten
10.11.2018, 09:28 Uhr
Der Deutsche Bundestag kennt jetzt auch das Tairnbacher Dorflädl
Dr. Stephan Harbarth MdB sprach im Plenum des Bundestages zum Thema Ehrenamt und erwähnte beispielhaft die Tairnbacher Einrichtung und die Feuerwehren.
 

Ein Auszug aus der Debatte über gleichwertige Lebensverhältnisse vom 7.11.2018:

„Ich will mich in meiner Rede auf einen Punkt konzentrieren, der im Rahmen einer solchen Gesamtschau nur am Rande angesprochen werden kann. Es gibt in unserem Land eine Gruppe, oder besser: ein Heer von Menschen, das Tag für Tag der Unwucht der Lebensverhältnisse entgegenarbeitet und das gerade im ländlichen Raum und gerade in Regionen, die von einem starken Bevölkerungsrückgang und den damit einhergehenden Folgen betroffen sind, unverzichtbar ist: Ich denke etwa, exemplarisch, an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in meinem Wahlkreis Rhein-Neckar, ohne deren Einsatz Berufsfeuerwehren benötigt würden. Ich denke etwa an den Dorfladen in Tairnbach in meinem Wahlkreis, wo viele Ehrenamtliche die örtliche Lebensmittelversorgung sicherstellen. Ich spreche von all den Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren; es sind in Deutschland rund 30 Millionen, sie sind überall zu finden, sie sind in allen Bereichen zu finden und in ganz besonderer Dichte in den ländlichen Räumen. Das ist auch ein besonderes Gesellschaftsmodell, für das die ländlichen Räume hier stehen. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)

Die Förderung des Ehrenamtes, die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements ist uns - und da spreche ich, glaube ich, für alle Teile dieses Hauses - ein Herzensanliegen. CDU und CSU haben 2007 gemeinsam mit den Sozialdemokraten und 2013 gemeinsam mit den Freien Demokraten an diesem Ort zwei wichtige Gesetze verabschiedet, mit denen wir die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement deutlich verbessert haben. An diese Arbeit wollen wir in dieser Wahlperiode anknüpfen. Wir wollen bürokratische Hemmnisse abbauen, wir wollen einen einfacheren Rechtsrahmen schaffen. Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, wollen ihre Zeit in den Dienst an ihren Mitmenschen und nicht in den Dienst an Verwaltungsvorschriften stellen; das müssen wir zur Richtschnur machen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)

Wir wollen die Wertschätzung für das Ehrenamt stärken. Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, dürfen durch dieses Engagement keine Nachteile - sei es sozialrechtlich, sei es berufsrechtlich - erfahren. Wir sollten auch das Ehrenamt in seiner Vielfalt unterstützen. Ich bin mir sicher, der Staat ist nicht klüger als die Bürgerinnen und Bürger. Der Staat weiß nicht besser, wo ehrenamtliches Engagement gut und angebracht und wo es schlecht und überflüssig ist.”


 https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7288602#url=bWVkaWF0aGVrb3ZlcmxheT92aWRlb2lkPTcyODg2MDI=&mod=mediathek

Peter Becker