Neuigkeiten
08.07.2018, 19:04 Uhr
Aus der Arbeit des Gemeinderates vom Juni 2018
"Städtebauliche Sanierungsmaßnahme Ortsteil Rettigheim III"
Der positive Bescheid aus Stuttgart über den Zuschuss für eine weitere Sanierung in Rettigheim gibt Anlass zur Freude. Gleich zu Beginn meiner Ausführungen möchte ich mich bei der Gemeindeverwaltung für die Organisation und der Fa. STEG für diese Initiative bedanken. Die sogfältige und zielgerechte Vorbereitung sowie Ausarbeitung des Antrags waren –wie wir bereits gehört haben- eine wichtige Voraussetzung, dass diesem Projekt zugestimmt und es deutlich finanziell unterstützt wird. Entscheidend auch – und das soll hier ausdrücklich betont werden – waren die Beiträge der Bevölkerung und die der Mitglieder des Gemeinderats bei den verschiedenen Workshops. Diese waren geprägt von aktiver Mitarbeit, konstruktiven Ideen und dem entschlossenem Willen, Potentiale mit erheblichen Verbesserungen zu erarbeiten. Man muss an dieser Stelle auch etwas in die Historie des Ortes gehen. Rettigheim ist kein Straßendorf wie andere benachbarte Orte. Es hat 3 wichtige und prägende Verkehrsadern und glücklicherweise noch eine lebendige Dorfmitte. Als es noch keine verbindlichen Bebauungspläne gab, hat man den Ort einfach nur um weitere Gebäude in Anschluss an die bestehenden erweitert. In den hinteren und damit komplexen Gebäudereihen gab es auch schon das historische „Badische Stockwerkseigentum“. Aufgrund der mitunter strittigen Zuordnungen wurden diese bisweilen auch „Händelshäuser“ genannt. Wenn jetzt das Sanierungsprogramm kommt, wird man sich auch auf diese Bereiche konzentrieren, denn hier gibt es vielfältige Möglichkeiten der Sanierung, Modernisierung, Ausbauten und Umnutzungen, z.B. von nicht mehr genutzten Scheunen im Hintergrund Schon bei den letzten Diskussionen im Gemeinderat war man der Auffassung, dass im Dorf einiges an Möglichkeiten schlummert. So gibt es z.Zt. ca. 25 leer stehende Häuser, die gerade saniert zum Verkauf angeboten werden oder noch von schlechter Bausubstanz sind. Nur von Einzelpersonen bewohnte Häuser wurden noch nicht mitgezählt. Außerhalb und teilweise sogar im Sanierungsgebiet liegende Bauplätze ohne Bauauflagen gibt es deutlich über 100 und diese - wie der Volksmund so schön sagt- „fressen kein Brot“ und auf der Bank gibt es fürs Geld keine Zinsen. Es geht also auch um die Nutzung vorhandener Ressourcen und um die Vermeidung von übermäßigem Landschaftsverbrauch. Andererseits vergeht keine Woche, in der nicht beim Rathaus oder der Gemeinderundschau nach Baugrund angefragt wird. Sobald eine Wohnung im Ort frei wird und zur Neuvermietung ansteht, haben die Vermieter freie Auswahl und viele Interessenten das Nachsehen. Private Investitionen, ausgelöst durch die Bezuschussung aus dem Sanierungstopf werden üblicherweise durch ein Mehrfaches der finanziellen öffentlichen Förderung übertroffen und darum geht es hoffentlich auch bei uns. Diese Aktivitäten ziehen natürlich auch viele Aufträge an regionale Firmen nach sich. Natürlich stehen seitens der Gemeinde aktuelle Projekte an wie z.B. Dorfstraßen, Ortsmitte, die Turnhalle, Neue Kelter bzw. Bügellei etc. an. Der Friedhof liegt nicht im Sanierungsgebiet. Die Sanierungsarbeiten dort sind bereits gestartet und werden in Etappen umzusetzen, daran führt schon aufgrund der zwingenden Notwendigkeit kein Weg mehr vorbei. Zum Schluss meiner Ausführungen muss ich noch auf 2 wesentliche Punkte hinweisen: Mit der Zusage aus Stuttgart geht eigentlich die richtige Arbeit erst richtig los. Ich wünsche allen beteiligten Akteuren viel Fleiß, Ausdauer und Glück, ein allseits positives Ergebnis soll sie belohnen. Parallel zu diesen Projekten wollen wir aber auch ein anderes Ziel nicht aus den Augen verlieren, nämlich die innerörtliche Verkehrsentlastung. EE. 26.06.2018